K&K ❤ Open Source – weshalb wir Open Source lieben

Übersicht

  1. Was sind unsere Argumente, warum wir so stark auf Open Source setzen?
  2. Scheinargumente contra Open Source
  3. Fazit

Open Source – unsere Passion seit 20 Jahren

K&K existiert seit 20 Jahren und genauso lange setzen wir Open Source Software ein.
Bereits seit dem ersten Jahr betreiben wir für unsere Kunden Webserver in deutschen Rechenzentren und haben hier von Anfang an auf Linux und Apache gesetzt.

Das haben wir im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut. Zum einen für uns, aber v.a. für unsere Kunden haben wir in allen Bereichen der IT eine Vielzahl von Open Source Software eingesetzt:

  • Als Business Intelligence Lösung setzen wir Redash und Grafana ein statt Microsoft Power BI.
  • Als Datenbank setzen wir auf MariaDB und PostgreSQL statt Microsoft SQL Server und Oracle.
  • Als Monitoring-Lösung setzen wir auf Zabbix statt auf Solardwinds.
  • Als Storage-System setzen wir auf Ceph statt auf Netapp oder EMC².
  • Im Rechenzentrum setzen wir auf Linux statt Windows.
  • Wir virtualisieren mit Proxmox statt vmWare. Oder neuerdings mit Docker.
  • Das ließe sich für viele Bereiche fortsetzen: VPN-Lösungen OpenVPN, Freeswan, OpenSwan, Tinc | Syslog-Server ELK | Storage FreeNAS | Cloud NextCloud | Java-Server Tomcat | Mailserver Postfix, Exim | Servermanagement ISPConfig | Firewall OPNsense, pfSense | Domaincontroller UCS | Router OpenWrt | Redaktionssystem WordPress, TYPO3 | Ticketsystem OSTicket | Wissensdatenbank Dokuwiki | Hausautomatisation OpenHAB | Videoüberwachung Zoneminder usw. (wir könnten diese Liste locker verdoppeln)

Und auch in Zukunft möchten wir diesen Trend fortsetzen. Als ERP-Nachfolgesystem für Lexware Financial Office haben wir uns gegen Weclapp oder SAP Business One entschieden, sondern führen gerade die Open Source Lösung ERPNext ein.

Was sind unsere Argumente, warum wir so stark auf Open Source setzen?

Ideologisch ist es nicht, denn wir haben auch die höchste Microsoft Partnerstufe “Microsoft Gold Partner” für verschiedene Microsoft-Kompetenzen.
Wir setzen für jedes Projekt die beste Lösung ein. Unsere Kunden erhalten eine ergebnisoffene Beratung von uns. Hierbei bieten wir nach Möglichkeit immer eine kommerzielle Lösung und eine Open Source Lösung an.

Kontrolle über die Daten

Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts. Nichts ist heute für einen reibungslosen Unternehmensablauf wichtiger, als die Kontrolle über seine Daten (oftmals personenbezogene Daten) zu haben.

Kontrolle über die Daten – offene Datenstrukturen

Open Source muss nichts geheim halten sondern lebt von der Offenheit.
Daher hat man per Definition:

  • Offene Datenstrukturen
  • Offene Schnittstellen
  • Offene Standards

Die Folge ist: Die Migration zu und von einem Open Source Projekt ist ohne künstliche Hindernisse. Man hat die volle Kontrolle über seine Daten

Kontrolle über die Daten – Datenschutz und DSGVO

Viele der kommerziellen Software enthalten heute Telemetrie, Diagnoseübermittlung, Tracking oder andere Bezeichnungen für das Versenden von User-Daten. Da in der Regel bei Open Source keine Unternehmen dahinter stehen, welche die Daten zu Geld machen könnte, gibt es in Open Source Projekten solche eingebauten Funktionen quasi gar nicht. Außerdem würde die Open Source Community dies auch nicht akzeptieren. Ebenso kann bei Open Source bei beliebigen regionalen Anbietern in Deutschland gehostet werden. Das ist ein großer Vorteil, da viele kommerzielle Anbieter aus dem Ausland nicht garantieren können, dass keine personenbezogenen Daten Deutschland verlassen. Wenn einem Datenschutz wichtig ist, hat man es mit Open Source viel leichter.

Kontrolle über die Daten – Unabhängigkeit von Anbietern und Dienstleistern

Open Source Software ist lizenzfrei. Gerade bei Spezialthemen könnte die Einarbeitung in eine kommerzielle Software einen beliebigen IT-Dienstleister durch Regularien erschwert werden, sodass Support und Hilfestellung schwierig sind.
Denn Oftmals gibt es künstliche Einschränkungen, wer überhaupt eine Software betreuen darf:

  • Umsatzvorgaben für Partner: Um Partner eines kommerziellen Softwareherstellers zu werden, müssen hohe Umsatzvorgaben für Lizenzvertrieb – oft im hohen 6-stelligen Bereich- erzielt werden. Daher wird die Vertriebskompetenz (nicht die Beratungskompetenz) ausschlaggebend für den IT-Dienstleister, welcher sich darum bewirbt. Da dies kleine – oft sehr motivierte und hoch kompetente – IT-Dienstleister nicht erreichen können, werden sie ausgeschlossen.
  • Gebietsschutz für Partner: Wenn es schon einen vom Hersteller gesetzten IT-Dienstleister für diese Region gibt, hat der Kunde keine Chance, zu einem anderen regionalen – vielleicht sogar motivierteren- Dienstleister zu wechseln.

Bei Open Source ist das anders: Jeder IT-Dienstleister kann sich in jede echte Open Source Software einarbeiten, seine Mitarbeiter qualifizieren und dann seinen Kunden eine gute Beratung und Betreuung anbieten. Ohne, dass er den Verkaufsdruck des Herstellerprogramms im Nacken hat.
Und der Vorteil für den Kunden: Er kann sich immer den besten Partner selbst aussuchen. Nicht den, der am meisten verkauft hat oder der das Glück des Gebietsschutz hat. Und wenn man unzufrieden mit dem IT-Dienstleister ist, kann man ihn problemlos wechseln. Es ist ja alles offen.

Kosten

Open Source Software ist kostenlos

Ein Open Source Projekt ist nicht kostenlos. Ich brauche wie in jedem Projekt Einrichtung, Anpassung, Schulung, Betrieb, Hotline, Support.
Das kann Inhouse geschehen, über IT-Dienstleister wie K&K Software AG oder über “Hersteller” hinter Open Source Projekten.
Aber: ich habe keine Lizenzkosten für Open Source Software. Keine einmaligen Lizenzkosten, keine userabhängigen Lizenzkosten, keine monatlichen oder jährlichen Lizenzkosten.
Je einfacher das Projekt ist und je höher der Lizenzkostenanteil am Projektbudget ist, desto eher ergibt sich ein finanzielles Einsparpotenzial durch Open Source Software.

Mehr Projekt für sein Budget

Das Budget für Lizenzen kann komplett für die Projektverbesserung eingesetzt werden, z.B. Anpassung der Software an die eigenen Prozesse.
Denn das wird oft unterschätzt: Eine Standardsoftware muss in den meisten professionellen Bereichen (ERP, CRM, Business Intelligence, Content Management, E-Commerce, Intranet, …) auch extrem stark angepasst werden. Man denkt immer, man kauft sich einen Standard ein, wenn man eine komplexe Standardsoftware einkauft (z.B. ein ERP eines Marktführers), aber in den oben genannten professionellen Bereichen ist die Anpassung der Software ans eigene Unternehmen immer der Großteil der Projektsumme. Und hier steht einem bei Open Source mehr Budget für die eigentlichen Anpassungen zur Verfügung.

Politische Argumente

Wenn Compliance im Unternehmen oder eine Verbundenheit zur Stadt und Region eine Rolle spielen, müssen auch diese Argumente betrachtet werden.

Abhängigkeit vom Ausland

Die meiste kommerzielle Software kommt aus Amerika und neuerdings verstärkt aus China. Durch den Einsatz einer Open Source Software macht man sich weniger aus dem Ausland abhängig. Wenn ich Hightech habe, geheimes KnowHow schützen will oder kritische Infrastruktur betreibe, ist das sogar essentiell.

Das Geld bleibt in Deutschland

Das Geld bleibt in Deutschland, wenn freie Software durch regionale Dienstleister implementiert wird. Und die regionalen Dienstleister zahlen relativ gesehen viel mehr Steuern als die internationalen Großkonzerne und sie zahlen die Steuern in der Region und unterstützen die Region (Schulen, Vereine, Veranstaltungen) und beschäftigen Arbeitnehmer aus der Region. Das ist nachhaltig.
Wer sich aufregt, dass Microsoft, Facebook, Amazon usw. von Irland, Luxemburg oder anderen Steueroasen aus operieren, muss das in die Anbieterauswahl einfließen lassen.

Vertrauen in die Software

Es gibt in Open Source Software erheblich weniger Hintertüren als in kommerzieller Software. Insbesondere wenn es kein Unternehmen hinter einer Open Source Software gibt, kann das Unternehmen nicht durch die Rechtssprechung oder Geheimdienste seines Heimatlandes gezwungen werden, Hintertüren einzubauen.
IT ist Vertrauenssache: Suchen Sie sich einen IT-Dienstleister, der in der Region verwurzelt ist, bei denen Geschäftsführer und Mitarbeiter greifbar sind und denen Sie vertrauen. Zusammen mit Open Source Software haben sie ein Paket, wo Sie wissen, was drin ist und dem Sie vertrauen können.

Trends in der IT

Kommerzielle Anbieter engagieren sich in Open Source Projekten

Hier einige Beispiele wie stark sich die größten kommerziellen Anbietern in Open Source Projekten engagieren.

  • Google hat den Kern von Chrome als Open Source veröffentlicht (“Chromium”) und fast jeder Browser-Hersteller setzt das ein, selbst Microsoft mit dem Chromium.
  • Microsoft stellt das Kern seiner Softwareentwicklungsumgebung, das DOT-Net-Framework unter Open Source. Ebenso hat Microsoft für 7,5 Mrd. $ in die Open Source Plattform Nr. 1 “GitHub” gekauft und bietet sie jedem Open Source Projekt kostenlos an.
  • Überhaupt kommen sehr viele aktuell erfolgreiche Open Source Projekte von den kommerziellen Anbietern wie Google, Facebook, Microsoft

Community

Open Source lebt von der Community.
Das sind Millionen Softwareentwickler, die aus Idealismus freie Software bereitstellen.
Und hunderttausende Softwareentwickler, die von kommerziellen Firmen aus verschiedensten Gründen (Image, darauf aufgesetzte Services, Schädigung von Wettbewerbern, …) angestellt werden, um freie Software bereitzustellen.

Transparenz über das Projekt

Die Insights bei GitHub geben sehr gut Aufschluss über die Größe und Aktivität der Entwickler-Community. Das findet man bei kaum einem kommerziellen Projekt.

Hilfe durch die Community

Es gibt in der Regel aktive Communitys, deren Teil man werden kann und sich so gegenseitig unterstützen kann und Hilfe bekommt.

Softwarequalität

Sowohl Open Source als auch kommerzielle Software können gute, mittlere oder schlechte Qualität haben und wenig oder viel Bugs enthalten. Dem Projektteam können Sicherheitslücken mehr oder weniger wichtig sein. Das hat nichts mit der Lizenzform zu tun.

Richtig große Open Source Projekte haben allerdings schon einen starken Fokus auf Sicherheit und Qualität und gewichten das stärker als Funktionsumfang oder Komfort/Benutzerfreundlichkeit.

Scheinargumente contra Open Source

Immer wieder hört man folgende Argumente, die aber für viele kommerzielle Produkte nicht stichhaltig sind:

“Kommerzielle Software hat besseren Support”

Den Support leisten in der Regel immer Dienstleister. Hat jemand schon mal guten Support von Microsoft etc. direkt bekommen oder helfen einem auf das Produkt spezialisierte IT-Dienstleister? Wer hat den letzten Virus entfernt? Wer hat das letzte Treiberproblem gelöst? Wer hat das letzte Backup gemacht?
IT-Dienstleister sind es, die den besseren Support leisten. Sowohl bei kommerzieller Software, als auch bei Open Source Software.

“Kommerzielle Software hat Garantie, Haftung und Entschädigung”

Ich glaube, das Gegenteil ist der Fall: Große kommerzielle Unternehmen haben eine perfekte Rechtsabteilung, die seitenlange AGBs und Nutzungsbedingungen schreiben, die jeden realistischen Haftungsfall ausschließen. Welche App oder Software kann man heute noch nutzen, wenn man die ganzen AGBs und Haftungsausschlüsse nicht akzeptiert?

“In einem Großkonzern arbeiten mehr Mitarbeiter am Projekt”

Auch hier muss das nichts bedeuten. Wie viele programmieren wirklich? Wie viele kümmern sich wirklich um Qualitätssichung? Und wie viele machen Marketing, Vertrieb und Management? Z.B. die Deutschland-Standorte vieler großer IT-Konzerne wie Microsoft sind reine Vertriebsstandorte.

Fazit

2015 hat Microsoft das Posting veröffentlicht “Microsoft Loves Linux”
https://cloudblogs.microsoft.com/windowsserver/2015/05/06/microsoft-loves-linux/

Microsoft loves Linux

Und 2017 schreibt Microsoft “Microsoft loves Open Source”
https://news.microsoft.com/de-de/linux-on-azure/

Microsoft loves Open Source

Für den weltgrößten kommerziellen Softwareanbieter ist das ein starkes Statement, dass sie auch wirklich leben.

Für K&K Software AG können wir das schon seit dem Jahr 2000 sagen.
Aber schön, dass wir uns jetzt einer Meinung sind.

Vorstand der K&K Software AG Arnulf Koch

Über den Autor

Arnulf Koch ist Gründer und Vorstand der K&K Software AG. Seit 20 Jahren kümmert sich Arnulf Koch um Digitalisierung von Unternehmensprozessen. Privat bloggt er unter https://blog.arnulf-koch.de.

21. August 2020

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Eine Frau hört einer nicht eindeutig erkennbaren weiteren Person zu und macht Notizen zum Gespräch.

Von der Idee zur Umsetzung

Typische Fragestellung

Erhalten sie einen kurzen Überblick über beispielhafte Fragestellungen aus bisher durchgeführten Projekten.

Auf dem Foto sieht man ein jungen Mann, der auf eine Pinnwand mit Notizen blickt. Die Notizen beinhalten Texte über Anforderungen an ein Unternehmen.

Effiziente Planung

Anforderungen

Moderne Unternehmen sehen sich heutzutage mit vielen Anforderungen konfrontiert.

Mann zeichnet mit Finger Aufwärtstrend in x- und y-Achse

Auf einen Blick

Die Vorteile von BI

Gute Gründe für Ihre eigenes BI-Projekt

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Workshop-Phase zur Planung: Eine gute Vorbereitung ist essentiell für den Projekterfolg.

Frau im Schneidersitz am Laptop sitzend sowie ein Balkendiagramm mit Aufwärtstrend und ein Kuchendiagramm

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Alle Leistungen zur Implementierung: Installation, Programmierung, Gestaltung, Schulung.

Auf dem Foto sieht man ein Tablett und Blätter mit Diagrammen und Analysen.

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Arbeiten nach dem Projekt: Wartung der Software, Hotline und Support, Updates und Erweiterungen

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